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Jahresthema 2019
Das bewegte Bild - Das Bild bewegt / Zeit und Takt
Raum und Struktur

Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern […] eine von uns gestaltete Wirklichkeit. Werner Heisenberg

Das Thema Das bewegte Bild hat zwei Unterbegriffe oder Bereiche, einmal den Raum und Struktur 2018, und Zeit und Takt für 2019. Die Erfassung beider spielt sich auf visueller Ebene recht unterschiedlich ab. In der digitalen Medienkunst werden neben statistischen visuellen Repräsentationen bewegte Bilder in verschiedenen Varianten eingesetzt, sei es als Film, oder als visuelle Repräsentation von Bewegung, die durch das Publikum ausgelöst oder gesteuert werden kann, oder die Installation selbst oder ihre Teile bewegen sich und verändern ihre Form und damit ihr Erscheinungsbild. Visuell wahrnehmbare Bewegung wird neben dem Faktor Zeit auch vom Faktor Raum bestimmt. Ihre Funktionen und Bedeutungen sind dabei ebenso wie bei der Farbe oder Ton von unseren natürlichen Erfahrungen mit Bewegung beeinflußt. Deshalb hat die Art und Weise, wie wir als Menschen Bewegungen mit unserem Körper wahrnehmen einen Einfluss auf die funktionale Interpretation. Die Thematik wird aber auch in anderen Medien reflektiert: In der Malerei können verschiedene Bildebenen mit unterschiedlichen Erzählstrukturen nebeneinander gesetzt werden, so wird das zeitgenössische Bild zu einer Zwischenstation diverser Prozesse. Ein spezieller Moment in einem Zeichnungsprozess und einer Bildabfolge. Das Bild ist Zwischenablage oder Speicher geworden, und bringt somit hervor was sonst verborgen bleibt. Zudem ist eine regelmäßige Wiederholung desselben Motivs dem Ausrichten von Frames, wie beim Film, nahe. Kurven oder Linien können einen Gegenpol zu der horizontalen Ausrichtung des Bildes darstellen, welches mehr einer Landschaft ähnelt als einer Figurendarstellung. Der Betrachter wird in die Bildfläche hineingezogen trotz der Vernachlässigung jeglichen Tiefenraumes - Das Bild bewegt. Im Film erweist sich die Vergangenheit, die gegenwärtig ist, als das Vergangensein der Gegenwärtigkeit selbst, als die Zeit selbst ... (Stanley Cavell: Welt, durch die Kamera gesehen) Zeit und Takt, als Unterthema für 2019, beziehen sich auf die visuellen Bereiche Fotografie, Film, Materie, Zeichnung und Installation. Die zeitliche Abfolge von Bildern, hintereinander geschaltet, kann Illusionen erzeugen. Der Modus der Zeit als Nacheinander von Augenblicken kann durch Montage, die sukzessive Präsentation des Simultanen, durch Rückblenden oder Zeitlupen auf neue Weise konjugiert werden. Erst durch diese Nähe der Dinge zueinander in der Zeit und Ferne voneinander im Raum konstituiert sich jene spezifische Zeit-Räumlichkeit als Zweidimensionalität der Zeit, die das eigentliche Wesen des Films markiert. Bei Carla Degenhardt und Gina Arzipe bewegt das Bild, emotional und räumlich, erfordert Zuwendung auf das Neue und Nicht Erkennbare, provoziert und polarisiert, die Zeit etabliert die Parameter, eine Voraussetzung für eine ungewöhnliche Ausstellung. Thomas Riess und MARCK analysieren den Moment, die Zeit, die einen bestimmten Blickwinkel einnimmt. Während Riess den Betrachter mit einbezieht, ihn sozusagen bei der Arbeit über die Schulter schauen lässt, erreicht MARCK dies durch kurze Sequenzen, oftmals geloopt, die für den Betrachter nach und nach das Gesamtbild ergeben. Seit 1993 kollaborieren Gerda Lampalzer und Manfred Oppermann in den Bereichen Fotografie, Film, Video, Installationen und Text. Ihre Themen sind häufig biografischer Natur, experimental oder in unterschiedliche Abgrenzungen, oder aber in der in Wissenschaft, Kultur und Medien angelegt. Ihr Fokus liegt an den Grenzen von unterschiedlichen Medien. Zusammen mit der slowenischen Medienkünstlerin Valerie Wolf Gang, die in Metaphern und Selbstdarstellungen mit Text agiert, verspricht dies eine spannende Kollaboration zu werden. Bei der nächsten Konstellation hat Linda Weber den Artist Ronald van der Meijs ausgesucht. Unter dem Gesichtspunkt dass ihre intensiven Zeichnungen besonders gut mit Objekten im Raum bestehen und durch den Sound, den Van der Meijs in seinen anspruchsvollen und intensiven Installationen produziert, unterstützt diese Ausstellung das Interplay von Zeit und Takt. Die Arbeit von Petra Buchegger, die im Jahre 2017 zu früh verstorben ist, zeigen wir ihre Arbeiten im Kontext des Jahresthemas Das bewegte Bild- das Bild bewegt/ Zeit und Takt zeigen, und damit ihre Vielseitigkeit in ihrem Oeuvre das schon in vielen spannenden Ausstellungen national und international gezeigt worden ist. Eine Auswahl ihrer Objekte und Videos werden dabei sein, Arbeiten die in interessanter Weise zum Jahresthema Zeit und Takt angelegt sind. Die beiden Künstler Michael Michelmayr und F D Schlemme beschäftigen sich mit Sequenzen und Intervallen. Bei Michelmayr werden dies im Video als auch im jeweiligen Foto präsentiert, Menschen auf der Rolltreppe oder von oben fotografiert verschwimmen zu kleinen Punkten, die sich in Zeitintervallen im Bild bewegen. Bei Schlemme erwirkt die Kombination von Metall und Holz und die Abstraktion des Momentes, die frühen Malereien haben Zeitsequenzen registriert, so das nun aber der Zufall und die Ordnung von Chaos im Takt die Linie als Hauptbestandteil der Zeiterfassung determinieren. Sowohl die Spanne von Materialien, die präsentiert werden, als auch die strukturellen Zugänge versprechen interessante visuelle Postionen und Präsentation, zudem die Wahrnehmung des Betrachters eine massgebliche Rolle in dem Konzept des bewegten Bildes spielt. Wie auch in den vergangenen 4-5 Jahren ergaben nicht nur die interessanten und aussergewöhnlichen Künstlerkombinationen spannende Ausstellungen, sondern auch die Möglichkeit der jeweiligen KünstlerInnen sich zum Thema und Raum äussern, Arbeiten direkt drauf zu beziehen und auch „neue“ und nicht eingeplante Dinge zu wagen. basement ist ein Ort des Prozesses, oft auch in situ, der Raum erlaubt und die Künstlerinnen erlauben dem Raum sich mit oder durch die Arbeiten zu entfalten. basement sieht auch für 2019 einer spannenden Analyse und Auseinandersetzung von Raum und Zeit im Kontext des bewegten und sich bewegenden Bildes entgegen.

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Basement hat im Jahre 2005 / 2007 / 2012 / 2014 den Galerienpreis der Stadt Wien DAS ENGAGIERTE AUGE gewonnen.

 

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